Häufige Fragen

Neuro- und Technische Orthopädie

Führen Orthesen (Schienen), Korsette und andere orthopädische Hilfsmittel zu Muskelschwund?

Eine Behandlung mit orthopädischen Hilfsmitteln ist meistens dann notwendig, wenn es die Muskulatur alleine nicht schafft. Die Hilfsmittel unterstützen und korrigieren (reballanzieren) dann die Muskulatur und führen zu einer dauerhaften Verbesserung. Ohne diese Hilfsmittel kommt es zu einer Verschlechterung des Befundes. Jede Anwendung von Hilfsmitteln ist mit dem kompetenten Orthopäden zu besprechen. Alle Fragen sollten eindeutig beantwortet werden können.

Wie lange muss nach einer aponeurotischen Achillessehnenverlängerung (z. B. Baker oder Vulpius) bei einem Spitzfuß der Gips getragen werden?

In der Regel 3 Tage und dann wird auf die vorbereiteten Orthesen für Tag und Nacht gewechselt. Eine Frühfunktionelle Behandlung ist wichtig, damit es nicht zu Verklebungen und unnötigen Bewegungseinschränkungen kommt. 6 Wochen lang wird nachts eine Knieimmobilisationsschiene in Streckstellung angelegt. (Unsere „Gipse“ sind aus bunten und bemusterten Kunststoffen, die lustig zu tragen sind :-))

Muss Röntgendiagnostik bei Kindern unbedingt sein?

Ob ein Röntgenbild sinnvoll ist, hängt davon ab, wie groß der Druck ist, an eine Diagnose zu kommen.

Hängt von der Diagnose ab, ob der Patient eine wirklich ernsthaft Erkrankung hat, ob operiert werden muss oder ob der Patient überhaupt unter Vollbelastung laufen darf, muss eine Röntgendiagnostik erfolgen, wenn keine besseren Alternativen vorhanden sind.

Das ist in jedem Falle gemeinsam zu besprechen und zu entscheiden.

Werden Hilfsmittel nach Operationen überflüssig?

Das ist leider nicht immer der Fall. Vielfach werden Hilfsmittel noch benötigt, um nach einer Operation wieder in die normale Bewegung zu kommen (z. B. nach einer Achillessehnenverlängerung). Eine Vollbelastung ohne Orthesen wäre zunächst nicht möglich, nach einigen Wochen schon.

Bei starken Spastiken und Bewegungsstörungen müssen Hilfsmittel dauerhaft genutzt werden, damit Funktionen wie Stehen und Gehen überhaupt möglich sind. Eine Operation gehört dann zur sogenannten multimodalen Behandlung, zu der die Therapie, die Hilfsmittel, Medikamente und die Operationen gleichzeitig angewendet werden müssen.

Ist nach einer offenen Hüftumstellung unbedingt ein Becken-Bein-Gips für 6 Wochen notwendig?

Nur bei starkten Bewegungsstörungen, wie starken Spastiken. Das Handling durch die bunten Kunststoff-Caste wird deutlich vereinfacht und die Patienten haben viel weniger Schmerzen. Dadurch werdern die ersten 6 Wochen nach der Operation wesentlich ruhiger und angenehmer.

In welchem Alter werden am besten X- Beine, O-Beine oder Beinlängendifferenzen behandelt?

Am besten im Wachstum, wenn die sogenannten Wachstumsfugen an den Knochen noch offen sind. Dann kann mit kleinen Klammern in einer unkomplizierten Operation eine Wachstumslenkung begonnen werden. Die Knochen korrigieren sich dann selbst. Die Klammern müssen nur noch zum richtigen Zeitpunkt wieder entnommen werden.

Korrekturen nach Wachstumsabschluß sind aufwendig und unangenehm.

Läßt sich ein starker kindlicher Plattfuß durch Einlagen behandeln?

Natürlich sind eine Reihe von Faktoren zu berücksichtigen. Wenn allerdings im Alter von 10 Jahren immer noch ein starker Plattfuß besteht, so ist nicht damit zu rechnen, dass er sich alleine mit Einlagen bis zum Wachstumsabschluß ausreichend korrigieren läßt.

In diesen Fällen kann das Einbringen einer Spezial-Schraube das Wachstum des Fußes so beeinflussen, dass der Fuß zum Wachstumsabschluß vollständig korrigiert ist. Die Operation dazu ist schnell und unkompliziert. Viele Mühen werden dadurch erspart.

Wachsen sich Fußfehlformen bei Kinder raus?

Das kommt darauf an: Plattfußformen sind gutmütiger, Sichelfußfehlformen sind harnäckig. Das sollte zusammen mit dem Kinderorthopäden entschieden werden. Bei Säuglingen und Kleinkindern können zeitweilige „Gipsbehandlungen“ mit bunten Kunststoff-Casten schnell zu einer Korrektur führen. Bitte stellen Sie Ihr Kind vor, wenn Sie sich unsicher sind.

Führen Orthesen (Schienen), Korsette und andere orthopädische Hilfsmittel zu Muskelschwund?

Eine Behandlung mit orthopädischen Hilfsmitteln ist meistens dann notwendig, wenn es die Muskulatur alleine nicht schafft. Die Hilfsmittel unterstützen und korrigieren (reballanzieren) dann die Muskulatur und führen zu einer dauerhaften Verbesserung. Ohne diese Hilfsmittel kommt es zu einer Verschlechterung des Befundes. Jede Anwendung von Hilfsmitteln ist mit dem kompetenten Orthopäden zu besprechen. Alle Fragen sollten eindeutig beantwortet werden können.

Wie giftig ist Botulinumtoxin (z. B. Botox, Xeomin oder Dysport)?

Jedes Medikament hängt in seiner Wirkung von der Dosierung ab. Richtig dosiert hilft es, falsch dosiert führt es zu Schäden. Botulinumtoxin ist wie viele Medikamente von Haus aus ein Gift. Es wird von Bakterien produziert. Das Eiweiß (Protein) wird direkt in den Muskel gespritzt, wo es wirken soll. Es wird dann auch an Ort und Stelle abgebaut, das heißt in seine einzelnen Bestandteile zersetzt und wieder ausgeschieden. Langzeitschäden sind bisher nicht bekannt. Herr Dr. Diedrichs ist von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) zertifizierter Botulinumtoxin-Anwender und wird mit Ihnen die Nutzen abwägen und alle Fragen beantworten.

Kann ich ab dem 18 Lebensjahr weiter bei Ihnen in Behandlung bleiben?

Ja

Was muss ich zur Erstvorstellung mitbringen?

Vorhandene Unterlagen (z. B. Arztbriefe), vorhandene Bilder (z. B. Röntgen, MRT, CT) und Hilfsmittel

Warum müssen Kassenpatienten für die Sprechstunde 20,- Euro zahlen? Bei anderen Orthopäden reicht doch eine Überweisung?

Seit 01.05.2019 ist Herr Dr. Diedrichs als Chefarzt im Lubinus Clinicum tätig. Uns ist es wichtig, dass wir für Sie von Beginn an eine Sprechstunde anbieten können. Dazu brauchen die Ärzte eine Zulassung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Das Verfahren dauert in der Regel einige Monate. Übergangsweise empfiehlt die KV, dass Patienten Spezialsprechstunden in Krankenhäusern selbst bezahlen. Das würde in unserem Falle 20,00 € (GOÄ 1 + 5) betragen. Eine Überweisung braucht nicht mitgenommen zu werden.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie dazu bereit wären, so könnten wir die Sprechstunde gleich von Beginn an für Sie anbieten. Geht es um die Frage einer Operation, so ist auch eine Krankenhaus-Einweisung möglich. Das muss Ihr Arzt entscheiden.