Hand- und Mikrochirurgie

Seit der Zeit wurden durch Dr. Ranft Fachärzte der Orthopädie und Unfallchirurgie im Spezialgebiet der Hand- und Mikrochirurgie bis zur Erlangung der Fachgebiets-Zusatzbezeichnung Handchirurgie ausgebildet, einige von ihnen arbeiten heute als Handchirurgen in der Niederlassung oder an anderen Kliniken.

Inzwischen umfasst die ärztliche Ausstattung der Abteilung 6 Planstellen. Fünf davon sind mit Fachärzten besetzt. Alle Ärzte sind also seit vielen Jahren chirurgisch tätige und erfahrene Operateure, die ärztliche Kernmannschaft seit einem und über zwei Jahrzehnten in der speziellen Handchirurgie erfahren.

Jährlich werden stationär und ambulant ca. 1800 operative Eingriffe durchgeführt, in den Handchirurgischen Sprechstunden werden ca. 6500 Patienten jährlich untersucht und behandelt. Die enge Verzahnung der Fachabteilung mit der allgemeinen Notfallambulanz des Clinicums schafft den Kollegen der Unfallchirurgie die Option, nach einem Unfall rechtzeitig einen Handchirurgen zu konsultieren oder sogar bei Bedarf die Behandlung den Handspezialisten abzugeben. Die Vernetzung mit den anderen Fachabteilungen im Hause macht es in idealer Weise möglich, auch fachübergreifende medizinische Probleme kurzfristig und kompetent behandeln zu können.

In der Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen werden die Behandlungen nach einer Operation eng abgestimmt. Die in unserem Medizinischen Versorgungszentrum integrierte Rehabilitationsabteilung und andere Praxen für Physiotherapie und Ergotherapie übernehmen die bei "Handpatienten" meist erforderliche krankengymnastisch-ergotherapeutische Betreuung, immer in enger Korrespondenz mit den Ärzten der Abteilung.

Ein Behandlungsschwerpunkt der Abteilung ist als Beispiel die Versorgung der Unfallverletzungen der Hand und des Handgelenkes; ausgenommen sind Amputationen, die eine Replantation erfordern. Die Behandlung dieser besonderen Verletzungen ist gezielt speziell dafür ausgestatteten Zentren vorbehalten.

Daneben werden alle Erkrankungen und/oder Unfallfolgezustände der Hand und des Handgelenkes (außer spezieller Tumorchirurgie), die operative Schmerztherapie der Hand und des Arms und Nerven-Kompressionssyndrome behandelt. Die spezielle Aufschlüsselung der Behandlungsschwerpunkte und entsprechende Beispiel-Darstellungen können Sie unter den entsprechenden Links einsehen.

Seit vielen Jahren besteht besonderes wissenschaftliches Interesse in der Forschungsarbeit mit Entwicklung von Operationsverfahren und deren klinischer Anwendung in der modernen operativen Bruchbehandlung am Hand- und Handgelenkskelett, besonders auch der die Funktion erhaltende Operationsverfahren bei schweren Handgelenk- und Fingerbrüchen und in der Weiterentwicklung der Endoprothetik an den Fingergelenken; eingeschlossen sind mögliche Korrektur-Operationen bei Fehlheilungen von Brüchen.

Die Ordentliche Mitgliedschaft in den entsprechenden Fachgesellschaften und Teilnahme an Fachkongressen und Operations-Workshops garantieren den ständigen fachlichen Austausch mit Kollegen auch im internationalen Rahmen, sodass die Qualifikation der Abteilung kontinuierlich auf sehr hohem Niveau gehalten wird.

Behandlungsdiktion der Abteilung ist es, jedem Patienten eine für dessen "Hand-/ Handgelenk-Problem" individuell angepasste, sinnvolle, machbare und möglichst nachhaltige Lösung anzubieten. Dabei müssen durchaus auch spezielle berufliche Belastungen und andere Lebensumstände berücksichtigt werden, sodass oft nicht alleine nur die Hand, sondern der ganze Mensch in seinem Lebensumfeld Ziel des ärztlichen Interesses ist. Häufig benötigen komplexere Funktionsstörungen genügend Zeit für Untersuchungen und die Entwicklung von Behandlungsplänen; diese Zeit wird bei jedem Patienten investiert, da erst die richtige Diagnose und die adäquate Therapie eine verständige Mitarbeit des Betroffenen möglich macht.

Nur Alles gemeinsam lässt die besten Behandlungsergebnisse erzielen.