Häufige Fragen

Wirbelsäulenchirurgie

Welche Art von Operationen führen Sie durch?

Im Lubinus Clinicum wird das gesamte Spektrum an Operationen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule durchgeführt. Operative Schwerpunkte liegen entsprechend der Erkrankungshäufigkeit hier in der Behandlung von degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule wie Bandscheibenvorfälle, Stenosen des Spinalkanals, aber auch fortgeschrittenen degenerativen Erkrankungen mit einem Verschleiß der Wirbelbogengelenke. Darüberhinaus werden aber auch komplexe Korrekturen von Skoliosen und Kyphosen sowie Wirbelgleiten durchgeführt sowie wachstumslenkende Verfahren wie das VEPTR angewandt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Wirbelkörperfrakturversorgung sowie auch in der operativen Therapie von Tumoren des Bewegungsapparates.

Wie viele Eingriffe führen Sie jährlich an der Wirbelsäule durch?

Mehr als 1000, mit Schwerpunkt auf Skoliosekorrekturoperationen als auch Wirbelsäulenversteifungsoperationen.

Wie häufig sind Komplikationen und welche Komplikationen gibt es?

Komplikationen treten im Allgemeinen sehr selten auf. Bei der Vielzahl der durchgeführten Eingriffe hängen Art und prozentuale Häufigkeiten von der eingriffsspezifischen Situation ab. Unabhängig von der durchgeführten Operation können aber Probleme auf dem internistischen Fachgebiet (Thrombose, Embolien), auf dem neurologischen Fachgebiet (sensible oder motorische Lähmungen) sowie eingriffsspezifische Komplikationen (Wundheilungsstörungen, Infektionen, Blutungen, Nachblutungen, überschießende Narbenbildung) entstehen. Insgesamt ist das Komplikationsniveau aber als gering einzustufen.

Führen Sie minimalinvasive Maßnahmen durch?

Als minimalinvasive Verfahren werden endoskopische und mikrochirurgische Nukleotomien (Bandscheibenoperationen) durchgeführt. Des Weiteren werden Vertebroplastien, Kyphoplastien, aber auch das Vertebral body-stenting (VBS) als minimalinvasive Techniken bei bestimmten Wirbelkörperbrüchen angewandt.

Weitere minimalinvasive Verfahren, wie die Chemonukleolyse mit Chymopapain oder der Lasernukleotomie, haben sich in den vergangenen Jahren nicht behauptet und werden in unserem Haus nicht durchgeführt.

Wann erfolgt die Mobilisation nach der Operation?

Insgesamt erfolgt eine Frühmobilisation des Patienten, die aber in Abhängigkeit von der durchgeführten Operation vorgenommen wird. Patienten können nach durchgeführten Nukleotomien (Bandscheibenoperationen) in aller Regel noch am Tag der Operation aufstehen. Patienten mit Wirbelsäulenversteifungen werden in aller Regel am ersten postoperativen Tag unter physiotherapeutischer Anleitung mobilisiert.

Verfügen Sie über eine Intensivstation?

Es gibt eine Intensivstation mit zwölf Betten, zusätzlich gibt es noch weitere Überwachungsplätze im Rahmen einer Intermediate care-Einrichtung.

Benötigt man ein Korsett nach der Operation?

In aller Regel erfolgt die Nachbehandlung von Wirbelsäulenversteifungen, so auch von komplexen Skoliose- und Kyphosekorrekturen ohne eine externe Immobilisation, also korsettfrei.

Verwenden Sie Cages?

Cages kommen in unserem Haus sowohl an der Lendenwirbel- als auch an der Halswirbelsäule zum Einsatz. Bei Wirbelsäulenversteifungen werden diese entweder vom Rücken oder vom Bauchraum aus anstelle der degenerativ veränderten Bandscheiben eingebracht nachdem diese zuvor entfernt worden sind.

Verwenden Sie künstliche Bandscheiben?

Intervertebralprothesen, also künstliche Bandscheiben, werden selbstverständlich auch in unserer Klinik implantiert. Dieses Operationsverfahren ist jedoch nicht für jeden Patienten geeignet, so dass vor einem solchen Eingriff bestimmte Voruntersuchungen notwendig sind.

Warum sind Untersuchungen vor der Implantation künstlicher Bandscheiben notwendig?

Praeoperativ muss sichergestellt werden, dass die beklagte Beschwerdesymptomatik von der Bandscheibe herrührt – und nicht etwa bedingt durch einen Verschleiß der Wirbelbogengelenke. Durch das praeoperativ durchgeführte Untersuchungsprogramm ist eine Zuordnung der Beschwerden möglich.

Wie hoch ist die Gefahr der Anschlussinstabilität nach durchgeführten Fusionen?

Die Gefahr der Anschlussinstabilität nach durchgeführten Fusionen hängt von einer großen Anzahl an Faktoren (Lebensalter, Ausmaß der Verschleißerkrankung in den angrenzenden Bandscheiben, Länge der Versteifungsstrecke) ab. Vor dem Hintergrund der obigen Ausführungen ist die Nennung einer exakten Prozentzahl nicht möglich, da erst die Individualbetrachtung eines Patienten Aufschlüsse über mögliche Veränderungen und die damit einhergehenden möglichen Probleme geben kann.

Wer übernimmt die Nachbehandlung im Anschluss an den stationären Aufenthalt?

Die Nachbehandlung der Patienten übernimmt in aller Regel der niedergelassene Orthopäde oder Hausarzt. Es werden jedoch in regelmäßigen Abständen Untersuchungstermine zur Kontrolle in unserer ambulanten Sprechstunde vereinbart.