Traumazentrum

Menschen mit schweren Verletzungen müssen schnellstmöglich einer Klinik zugeführt werden, die über die entsprechende personelle und sachliche Ausstattung verfügen, um das entsprechende Krankheitsbild qualitativ hochwertig behandeln zu können. Um dies sicherzustellen, entstehen in Schleswig-Holstein regionale Traumanetzwerke.

Regionale Traumanetzwerke, denen einzelne Traumazentren (Krankenhäuser) zugeordnet sind, müssen daher bestimmte Kriterien erfüllen, die von einer Sachverständigenkommission überprüft werden.

Das Lubinus Clinicum wurde als „Lokales Traumazentrum“ zertifiziert. "Im Rahmen der Schwerverletztenversorgung hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten die Zusammenarbeit zwischen den chirurgischen Abteilungen des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein und dem Lubinus Clinicum hervorragend entwickelt.", so Dr. Heinz Laprell, Leitender Arzt der Unfall- und arthroskopischen Chirurgie, Sporttraumatologie, im Lubinus Clinicum. "Im Rahmen der Entwicklung eines Traumanetzwerkes Schleswig-Holstein unter Federführung von Herrn Prof. Dr. Seekamp haben wir", so Dr. Heinz Laprell weiter, "diese enge Verbindung nun weiter vertieft. Wir sind überein gekommen, dass aufgrund der Nähe zwischen Universitätsklinikum und Lubinus Clinicum sowie aufgrund der unterschiedlichen Strukturen die Polytraumaversorgung an beiden Kliniken nicht sinnvoll ist. Deshalb werden auch in Zukunft Schädelhirntraumata sowie Thorax- und Abdominaltraumata weiterhin im UKSH, Campus Kiel, behandelt. Das Lubinus Clinicum behält seinen Schwerpunkt in der Akutversorgung von Extremitäten- und Wirbelsäulenverletzungen."

Damit ist eine hervorragende Struktur für alle Unfallverletzten, einschließlich Polytraumatapatienten von der Akutversorgung bis zu posttraumatischen Spätschäden im Großraum Kiel geschaffen.

Für diese Zwecke stehen im Lubinus Clinicum an 365 Tagen für 24 Stunden Operateure, Anästhesisten, operatives und anästhesiologisches Funktionspersonal sowie Labor- und Röntgenassistenten zur Verfügung, um Schwerstverletzte im Schockraum, im Operationssaal und auf der Intensivstation versorgen zu können. Dabei stehen - den Qualitätsansprüchen des Lubinus Clinicums Rechnung tragend - neben den für die Notfallversorgung in erster Linie zuständigen Unfallchirurgen auch Spezialisten bereit, so beispielsweise für die endoprothetische Versorgung von Schenkelhalsfrakturen Endoprothetiker, für Wirbelsäulenverletzungen spezialisierte Wirbelsäulenchirurgen.

Lubinus Clinicum als Traumazentrum zertifiziert